Meine Bildergalerie

Ölgemälde: Blick von einer malerischen und fantasievollen Ufer auf eine romantische Stadt auf einer Insel im Meer mit blauem Himmel

Das Herzstück meiner Künstlerseite?

Ich weiß: Das Herzstück meiner Künstlerseite sollte die Galerie sein. Sie wäre der Ort, an dem ich meine Bilder einem Publikum zeigen kann - ganz direkt und ohne viel Aufwand. Genauso habe ich es auch lange Zeit getan, im Internet und auf Social Media. Denn natürlich möchte ich meine Arbeiten einer öffentlichkeit präsentieren und auch anderen Freude bereiten, inspirieren oder vom Alltag ablenken.

Zwischen Wertschätzung und Reichweite

Zur öffentlichen Sichtbarkeit im Internet gehört wohl auch, dass sich mal jemand ein Bild ausdruckt oder versucht, ein Motiv nachzumalen. Nicht schön, weil es anonym und ohne (positives) Feedback geschieht aber ich möchte das gern als eine Form der Wertschätzung sehen. Anscheinend ist es ein Indiz dafür, dass meine Kunst berührt und inspiriert. Meine eigene Malweise ist ohnehin sehr individuell und die Technik nur schwer zu kopieren...

Nachdenklich werde ich, wenn ich auf Ausstellungen höre: „Schade nichts Neues dabei. Die meisten Bilder kenne ich schon aus dem Netz“. Echt jetzt...? Ölmalerei braucht Zeit – manchmal viel Zeit. Und ein Foto von einem halbtrockenen Bild ist schnell gemacht und im Internet konsumiert. Das ist doch kein Ersatz für das echte Gemälde. Ein Original lebt von seiner Oberfläche, von Tiefe, Struktur und Präsenz – all das lässt sich digital kaum einfangen. Ein Bild auf dem Handy ist schnell betrachtet, aber es transportiert nicht die Energie, die im realen Werk steckt. Wen es wirklich interessiert, der sollte das eigentlich wissen.

Aber auch das ist nicht mein Problem...

Warum meine Galerie aktuell eingeschränkt ist

In den letzten Jahren hat sich etwas im Internet grundlegend verändert. Schon bevor die Künstliche Intelligenz (KI) zum Thema wurde, bestanden ca. 50% des gesamten Datenverkehrs aus automatisierten Programmen – sogenannten Bots. Mittlerweile geht man davon aus, dass bis zu 80% aller Zugriffe von solchen digitalen „Crawlern“ stammen. Viele dieser Systeme durchforsten das Netz gezielt, um Inhalte zu sammeln und für das Training von KI-Modellen zu verwenden.Das Ziel wird sein, zukünftig den Content im Internet auch durch KI zu erzeugen.

Ich respektiere den technischem Fortschritt und meine Bilder sind natürlich kein Faktor in diesem Spiel. Und trotzdem: in jedes Werk flossen Zeit, Hingabe und Herzblut. Ich möchte sie nicht unkontrolliert als kostenloses Trainingsmaterial für Techgiganten oder unbekannte KI-Endnutzer verramschen. Kunst ist für mich ein Ausdruck menschlicher Kreativität – und genau das soll sie auch bleiben.

Ein passendes Zitat zum Thema

Der Kulturstaatssekretär Wolfram Weimer ging in seiner Rede zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse (2025) intensiv auf die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf die Literatur- und Kulturszene ein:

„Amerikanische und chinesische Tech-Giganten trainieren ihre KI-Systeme mit Milliarden von Werken, ohne die Einwilligung der Urheber einzuholen, geschweige denn, ihnen auch nur einen Cent zu zahlen. Völlig ungeniert bedienen sie sich aus dem Fundus geistigen Eigentums rund um den Globus. So werden Kulturen weltweit zu vermeintlichen Rohstofflieferanten degradiert und schamlos ausgebeutet. Das ist digitaler Kolonialismus, den wir nicht länger hinnehmen dürfen. Wir werden der Verletzung von Urheberrechten nicht länger tatenlos zusehen. Wir müssen zu einem wirkungsvollen Urheberrechtsschutz kommen.“

Für Kunstinteressierte

Es tut mir leid für alle echten Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber, die meine Werke gern online gesehen hätten. Natürlich hat es überhaupt keinen Sinn, sich dieser Entwicklung entgegen zu stellen und ich werde auch wieder eine Galerie als Bestandteil meiner Webseite anbieten. Aber derzeit wird diese Seite gerade überarbeitet. Deshalb habe ich die Pause für dieses Statement genutzt.

Ich denke an euch – und arbeite an einer technischen Lösung mit der ich leben kann. Damit meine Kunst künftig wieder in einer Form zu sehen ist, die sowohl euch als auch meinen Bildern gerecht wird.